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Faze: neues Magazin und iPad-App für elektronische Clubmusik
Im Herbst 2011 ist das elektronische Musik-Magazin raveline im Rahmen einer Insolvenz eingestellt bzw. eingefroren worden – es bleibt abzuwarten, wie es weitergehen wird. Fest steht nun jedenfalls, dass ein Teil der alten Crew – darunter Chefredakteur Sven Schäfer – schon im März ein neues Magazin ins Leben rufen: “In Faze wird jede Art elektronischer Musik ihren Platz finden, sofern sie ihre Berechtigung und ihre Anhänger hat. Statt mit einer elitären Themenauswahl wird sich Faze durch Artenvielfalt und Objektivität auszeichnen.” Zudem möchte das Magazin “daran erinnern, dass die Clubszene einer musikalischen Aufbruchstimmung zu Beginn der 90er-Jahre entstammt, deren Mantra »Love, Peace, & Unity« lautete, welches es wert ist, auch im 21. Jahrhundert noch von Bedeutung zu sein.”Die Rubriken: Interviews, Szene-News, Specials, Plattenkritiken, Lifestyle, Technikberichte, Partytipps und mehr. Auch das Comeback der Comics von Bringmann & Kopetzki und eine Kolumne von Tom Novy tragen ihren Teil dazu bei, dass das Konzept stark an der raveline orientiert erscheint. Sicher aus gutem Grund. Ob es jedoch zur “Neue und Frische” beiträgt, die angekündigt wird? Lassen wir uns überraschen – im März soll es losgehen. Und das in gedruckter Form sowie als iPad-App.
www.fazemag.de
Berlin Music Days 2011
Vom 2. bis 5. November trifft die elektronische Musikszene zum bereits dritten Mal bei den Berlin Music Days zusammen. Neu in diesem Jahr: all2gethernow, die Plattform und Konferenz für eine moderne, zukunftsgerichtete Musikwirtschaft und Musikkultur, schließt sich den Berlin Music Days an. Diese werden von drei Säulen getragen:BerMuDays: Tagsüber präsentieren sich die BerMuDays und ihre Partner mit einem Programm aus Workshops, Panels, Vorträgen, Diskussionsrunden, Ausstellungen und Fashionevents rund um die elektronische Musik und ihrer Lebenskultur.
BerMuNights: Nachts geht es mit den BerMuNights in die Clubs: Label Nights, Showcases und Partyevents stehen auf dem Programm.
FLY BerMuDa: Den Abschluss bildet am 5. November das Fly BerMuDa Festival am alten Flughafen Berlin Tempelhof, nach einem erfolgreichen Start in 2010 mit über 10.000 Gästen.
Chance für den Nachwuchs: DJ-Contest von Asus
Aktuell veranstaltet der Elektronik-Hersteller Asus erstmalig einen Remix-Contest. Dazu mussten die Bewerber bis Ende August eine eigene Interpretation des Tracks Apollo Road von André Tanneberger, besser bekannt als ATB, hochladen. Zehn ausgewählte Remixer erhalten anschließend in Berlin von ATB und Spezialisten aus der Musikbranche in der DJ Academy Hilfestellungen für ihre Karriere. Am Ende entscheidet ATB mit seiner Jury, welche vier Kandidaten an den anschließenden DJ Battles (23. und 24. September 2011) teilnehmen. Der Gewinner schließlich fliegt nach Las Vegas und tritt mit dem Bochumer Star-DJ im Marquee Club auf, zusätzlich wird ein Remix von ihm auf einer Single veröffentlicht.
Mehr Infos hier.
DJ Happening: norddeutsches Branchenevent kehrt zurück
Dass wir von diesem Branchenevent bislang noch nichts gehört haben, liegt daran, dass es nach elf Jahren Pause 2011 erstmalig wieder stattfindet: Das DJ Happening wird am 16. August zum vierten Mal ausgetragen und richtet sich an Plattendreher und Künstler aus dem norddeutschen Raum. Stattfinden wird es in der Discothek Twister in Sande. Neben diversen Ausstellern aus dem DJ Equipment-Bereich wird es auch Vorträge und natürlich eine große Abschlussparty geben. Erwartet werden 1.200 DJs und 500 Künstler.
Carl Cox veröffentlicht USB-Album mit Updates
Dass DJ-Ikone Carl Cox überhaupt ein Album veröffentlicht, hat schon großen Newswert – denn es ist der erste Longplayer seit sechs Jahren. Richtig spannend aber finden wir den Träger, auf dem es erscheinen wird: USB. Sticks werden gerne genutzt, um den Konzertgästen direkt nach dem Event einen Mitschnitt der ersten zwei, drei Stücke mit nach Hause zu geben, das ganze Konzert wird dem Besucher dann per Code verfügbar gemacht. Bei All Roads Lead To The Dancefloor, wie das Album von Cox heißen wird, updatet sich der USB-Stick sogar selbst: Zum Release am 1. August gibt es 12 Tracks als “Appetizer”, vorwiegend B-Seiten und Ausschnitte seiner neu produzierten Stücke. Im September kommt eine neue Single mit Video und Remix, im Oktober dann das richtige Album mit den Tracks in voller Länge. Damit nicht genug: weitere Singles und vor allem AV-Material seiner ersten Live-Tour folgen, mit weiteren “Goodies” wie dem Zugang zu Tracks seines Labels Intec Digital soll der USB-Stick bis ins Jahr 2012 hinein ständig aktualisiert werden. Ein sehr cooles Konzept – man stelle sich vor, das könnte man mit jedem seiner Alben machen…
Kraftwerk: iPhone-App mit GPS-basierten Sounds
Von elektronischen Avantgardisten wie Kraftwerk kann man es ja eigentlich fast erwarten, dass sie immer ein bißchen mehr als den Standard abliefern. Und so nimmt es kaum Wunder, dass ihre iPhone-App sich von herkömmlichen, meist fest vorprogrammierten Künstler-Apps doch ziemlich unterscheidet. Basierend auf dem Standort ihres Nutzers, der per GPS verortet wird, erstellt die App individuelle Soundmuster, die sich vielfältig manipulieren und abspeichern lassen. Auch der Name bekommt von uns ein “gefällt mir”: Kling Klang Machine No. 1.
Zum iTunes-Store
Funky navigation: Drive Time von Nokia mit Sounds von Chromeo
Die akustischen Ansagen von Navigationsgeräten sind in der Regel langweilig. Das System Own Voice von Nokia hat sie personalisiert – der User kann seine eigene Stimme einspielen (oder die der Freundin, oder die der Schwiegermutter…). Und jetzt wird noch eine Schippe draufgelegt: Das kanadische Electrofunk-Duo Chromeo hat eigens für das Navigationssystem, das sich mit Ovi nutzen lässt, ein Mini-Album aus vielen kurzen Tracks produziert, sodass der Fahrer sich auch von den funkigen Beats durch die Gegend führen lassen kann. Gute Idee!
Rundum-sorglos-Pakete gefragt: Cebit Sounds!

Die Zukunft des digitalen Musikmarkts liegt im Zugang statt im Besitz: Ein zentrales Ergebnis der Cebit Sounds! in Hannover, die im Rahmen der weltgrößten Computermesse stattfand. „Wir benötigen ein Rundum-Sorglos-Paket für die Nutzer, das es irrelevant macht, ob wir online oder offline sind, ob wir die Musik auf dem Player, im Auto oder auf der Anlage hören”, so Hugh Campbell von GP Bullhound in seiner Keynote. Gefragt sei ein Bündel aus Streaming Services, Downloads, redaktionellen Inhalten und eigenen Stationen. Und dieses Bündel können aus seiner Sicht in Zukunft am besten die Radiosender schnüren, weil sie die Markenkraft und das Know-how besitzen – wenn sie die Chance erkennen, die in diesem neuen Markt für sie vorhanden sind.
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Foto: Patrick H~
Ran an die Decks und Skills filmen: DMC startet DJ-Competition
DJ-Competitions gibt es viele – diese hier setzt auf das Einsenden von Mix-Videos: Der DMC, die weltweit größte DJ-Organisation, ruft Amateur-Turntablisten auf, ihre Skills an den Decks in einem zweiminütigen Video unter Beweis zu stellen. In mehreren Ausscheidungsrunden werden dann die Finalisten ermittelt, die im August gegeneinander antreten. Das Gute: Wer sich mit seinem ersten Video nicht durchsetzen kann, hat die Möglichkeit, in der nächsten Runde mit einem neuen Clip ein besseres Bild abzugeben. Mehr Informationen zum Contest hier:
Resident Advisor Exchange: Szenegrößen im Gespräch
Exchange: Das Portal Resident Advisor hat einen neuen Podcast ins Leben gerufen, der keine DJ-Mixes präsentiert, sondern in dem die Größen der Szene Rede und Antwort stehen: Magda zum Beispiel und Loco Dice sprechen hier, aber auch die Macher der Club Transmediale oder Producer-Legende Quincy Jones. Daneben gibt es Themen-Specials, über Techno, Technik und mehr. Für die Auto- oder Zugfahrt eine willkommene Abwechslung!
