Archiv
Festival-Infos live aufs iPhone: Coachella 2009
Dieses Wochenende findet das erste große Festival des Jahres in den USA statt, das Coachella Valley Music Festival. 2009 gibt es eine mobile technische Innovation: Mit einer eigenen iPhone-Applikation können die Besucher sich über den Spielplan der Bands informieren (inklusive Terminverschiebungen), dazu gibt es einen “Coachooser” mit dem sie ihr persönliches Schedule zusammen stellen können, eine interaktive Karte, einen “friend finder” und ein Upload-Tool für Fotos. Summa summarum ein echter Mehrwert für den Besucher, keine bloße Spielerei! virtualnights wird in Kürze einen solchen Live-Service ebenfalls testen: Auf der Mayday 2009 können sich die Besucher via Bluetooth über das Timetable informieren. Dazu in Kürze mehr!
Keine Angst, es sind nur Silent Raver!
In britischen und amerikanischen Großstädten, allen voran natürlich New York und London, finden derzeit immer mal wieder witzige Ableger der Flashmob-Bewegung statt: Hunderte, manchmal Tausende von Leuten, die sich zu ihrer Kopfhörermusik bewegen. Tanzen ohne Massenbeschallung – Silent Raves. Die funktionieren so:
- Verabredung über bekannte Wege (Social Networks, Mailinglisten etc.)
- jeder bringt seine eigene Musik mit (MP3-Player, Kopfhörer)
- Treffen zum vereinbarten Zeitpunkt an vereinbarter Stelle
- zehn Sekunden vor Beginn des Raves startet der Countdown
- und (erst) dann darf zur eigenen Musik abgeravt werdenAllerdings bekommen mittlerweile auch die offiziellen Stellen immer früher Wind von den Silent Raves. Ein Rave in Norwich am 21. Februar wurde von der Polizei kurzerhand aufgelöst….
Groove Armada veröffentlichen Bacardi-gebrandetes Mini-Album
Kooperationen zwischen Musikern und Herstellern alkoholischer Getränke finden in der letzten Zeit immer häufiger statt: Kid Rock zum Beispiel hat sich mit Drinks Americas verbündet und bringt sein eigenes Bier auf den Markt. HipHopper P. Diddy taucht nicht nur in der Werbung von Ciroc Vodka auf, sondern ist auch für das Brand Building der Spirituose zuständig. US-Country-Star Kenny Chesney entwickelt zurzeit mit Constellation Spirits eine auf seine Personality “zugeschnittene” Rum-Marke und auch im elektronischen Bereich tut sich etwas: Die britische Band Groove Armada hat ihr erstes Minialbum bei Bacardi B-Live Records veröffentlicht, Teil eines Kontrakts mit der Spirituosenmarke, die neben der Produktion von Musik auch Live-Auftritte im Rahmen von Bacardi Events (u. a. B-Live und Bacardi Express, Australien). Tom Findlay von Groove Armada dazu: “Wir sind sehr gespannt, welche Wirkung diese Band&Brand-Kollaboration auf unsere Fans und die Musikindustrie haben wird.”
Auch virtualnights kooperiert seit vielen Jahren mit der Spirituosenmarke Bacardi. Zuletzt haben wir diverse Club-Promotions für die Produktlinie Bacardi Razz umgesetzt. Infos und Bilder zur Promotion gibt es hier.
Auf www.bliveshare.com können Tracks des Mini-Albums von Groove Armada nach age check und Login heruntergeladen werden.
Konzert oder Club? Die besten Live-Visuals 2008

Krise hin oder her: 2008 ist das Jahr der Livemusik. Satte 4 Milliarden Euro wurden laut Billboard Magazine in diesem Jahr mit Konzerten eingefahren, ein Plus von 13 Prozent! Weil immer mehr Bands immer häufiger und immer länger auf Tournee gehen, müssen sie ihrem – verwöhnter werdenden – Publikum neben der akustischen auch immer mehr optische Performance bieten. Und da bedienen sich viele Acts der visuellen Ästhetik, die aus Clubs bekannt sind: LED-Gewitter, Videowalls, VJ-Clips und vieles mehr. Accent Feed hat die zehn innovativsten Concert Visuals des Jahres zusammengestellt – clubbige Licht- und Bühnenshows von Daft Punk und Massive Attack (die der Autor beide live sehen durfte und ebenso von den Visuals begeistert war), von Kraftwerk und Etienne de Crecy, aber auch von den Nine Inch Nails oder Tool. Sehr schön anzusehen! Unser Favorit allerdings fehlt: Die atemberaubende Visual-Performance der Killers auf den EMA 2008. Oben als Video eingebunden.
Creamfields Festival 2009: Fans gestalten das Line-up mit
Wen wollen die Gäste eigentlich auf unserem Festival sehen? Das fragten sich die Macher des legendären elektronischen Open Airs Creamfields in Liverpool – und lassen für die Ausgabe 2009 ganz einfach die Fans mitentscheiden. Auf MyCreamfields kann jeder seine Wunschzusammenstellung für alle Areas des Festivals angeben – die Gesamtergebnisse fließen dann in das Booking der Acts für Creamfields 2009 ein. Was bei der viralen adidas-Marketingaktion Originals Festival nur virtuell stattfand – ein Line-up nach eigenem Gusto – wird hier zumindest in Ansätzen Realität. Es wird Zeit für ein komplett nutzergeneriertes Event!
Essence: Neues Elektronik-Festival in Utrecht, Holland
Unsere niederländischen Nachbarn sind bekanntlich die absoluten Spezialisten für große elektronische Großveranstaltungen. Am 6. Dezember fällt der Startschuss für einen neuen Mega-Rave: Essence in den Jaarbeurs-Hallen in Utrecht. Neben Techno und Trance wird auch ein Raum ganz im Zeichen der wieder überaus beliebten House Music stehen, was der Veranstaltung mit Sicherheit eine besondere Note geben wird. Acts sind unter anderem: Dubfire, Etienne de Crecy, Monika Kruse, Felix Kröcher und Armin van Buuren. Veranstalter ist das Team von Alda Events, die auch Großevents wie City Moves und A Day in the Park ausrichten. Vorhang auf für das Indoor-Festival Essence: Wir sind gespannt!
picnic 2008 im Amsterdam: digitale Zukunft live!
virtualnights war dieses Jahr zum ersten (und sicher nicht zum letzten) Mal auf dem picnic in Amsterdam, einer Mischung aus Barcamp und Konferenz für die digitale Zukunft. Der Claim “Create the future” wurde wahrhaft beherzigt: Von Fablabs über Bridge Blogging-Projekte hin zu digitalen Stadtprojekten wurde verdeutlicht, wie sehr digitale Netzwerke unseren zukünftigen Alltag bestimmen werden – überall.
Unter dem Claim “The Internet of Things” wurden beispielsweise zwei Geschäftsmodelle vorgestellt, die das Web mit einem physischen Produkt verbinden: Michael Tchao von Nike + stellte vor, wie Nike mit seinem Laufschuh über den iPod als Laufdatenspeicher zur weltgrößten Läufer-Community geworden ist, indem sich die Jogger in reellen (z.B. Freundeskreise) und virtuellen Teams (wer ist sportlicher – Nord- oder Südlondon?) organisieren. Rafi Haladijan von Violet ist Erfinder des längst weltberühmten Internethasen Nabaztag und stellte auf der Konferenz seine nächste Entwicklung vor: den Mirr:or. Das ist ein “Spiegel”, der jeden Gegenstand über sogenannte Ztamps, das sind Etiketten mit der neuen, auf der Veranstaltung omnipräsenten RFID-Technik, mit dem Web verbinden kann – ein Regenschirm, der Wettervorhersagen machen kann, Toaster, die Bilder aus dem Web aufs Brot bräunen… das Web wird zu einer digitalen Haut, einem Layer, der sich über unser Leben legt. Kein Einloggen mehr, sondern Reinschlüpfen. Sehr interessant und im Detail hier nachzulesen.Besonders interessant für uns natürlich die Themen Social Communities und Music. Kannten Sie schon den Begriff “frienden”? Damit wird die Tätigkeit des Freundemachens (-produzierens) im Web beschrieben. Auf die mitunter inflationären Ergebnisse des “friendens” – wer sind eigentlich noch meine Freunde, wenn ich Tausende von Leuten “adde”? – ging Matt Jones von Dopplr ein. Hier seine Slideshow.
In Sachen Musik wurde die Zukunft in 12 bis 18 Monaten geradezu festgenietet: Dann nämlich, da ist Futurist Gerd Leonhard sich sicher, wird die digitale Musikflatrate da sein. Mit jedem Handyvertrag gibt es unlimitierte, DRM-freie Musik dazu. Das persönliche Radio fürs Mobiltelefon. Hier seine Präsentation.
Last but not least unbedingt angucken: Twones, ein neuer, übersichtlicher Weg, seine Musik online zu organisieren – selbst eine MySpace-Playlist ist möglich und eines der überzeugendsten Webmusic-Angebote seit Last.fm.
Viele weitere Vorträge, Workshop-Summarys, Videos und Bilder sind auf der picnic-Seite zu sehen und zu lesen – schauen Sie mal rein! Unser Tipp für alle, die mal eine inhaltlich spannende und atmosphärisch entspannte Web-Konferenz erleben wollen: nächstes Jahr picknicken gehen!
www.picnicnetwork.org
virtualnights feiert mit Marco Carola, Magda und Troy Pierce!

Im Nightlife für unsere Community “erlebbar” zu sein, ist uns natürlich besonders wichtig. Am 2. Oktober werden wir das in besonderem Maße sein – dann nämlich laden wir zur eigenen großen Party in das Kölner Bootshaus ein. Gleich drei Abgesandte von Richie Hawtins Label Minus (über Selbigen berichteten wir ja im vorangegangenen Beitrag) legen auf: Marco Carola, Magda und Troy Pierce. Außerdem: Federico Molinari und Vera Heindel von oslo Records, tini vom Label desolat, Max Mohr (Playhouse, live) sowie Calo Loca (PollerWiesen) und Philipp Rohrbach aka Dualmotorik (Pool). Die Aufstellung steht – wir freuen uns auf ein spannendes Spiel!
Weitere Infos hier!
Matter: Fabric aus London launcht neuen Club
Drei Ebenen, 33.000 Quadratmeter, Platz für 2.600 Personen: Die Crew des schon überaus großen Londoner Mega-Clubs Fabric hat noch eine Schippe draufgelegt und eröffnet heute den neuen Club Matter, der sowohl für Dance- als auch für Konzertveranstaltungen genutzt wird. In Sachen Akustik und Visuals will die Location mit state-of-the-art-Technik neue Maßstäbe setzen. Der von Djenerate konzipierte Dancefloor wird sich mit den Bewegungen der Tänzer per “body kinetic” verformen und so das Club-Feeling noch verstärken.
Absolut einmalig: Ein hauseigener Boots-Service wird die Gäste von der anderen Themseseite direkt zum Club schippern, der sich in unmittelbarer Ufernähe befindet. Wer bei modernstem LCD- und LED-Lichtdesign dann noch aus dem Staunen herauskommt, darf sich auf Acts wie Armand van Helden, das komplette Ed Banger-Team oder auf HipHop-Größen wie DJ Premier freuen. Und sogar ein elektronisches Garderobensystem wurde eingebaut, das schnelleren Zugang zu den Kleidungsstücken gewährleisten will. Dabei warten die Briten doch so gerne in der Schlange?
www.matterlondon.comUpdate: Einen interessanten Spiegel-Artikel zur Eröffnungsparty mit DJ Carl Cox gibt es hier.
Update 2: PSFK hat Clubbetreiber Cameron Leslie interviewt. Auch sehr interessant!
Update 3: Bilder vom Opening haben die Kollegen von resident advisor!
Hot or not: In welcher Festival-Area geht gerade die Post ab?

In welcher Area ist gerade die beste Stimmung? Die Gretchenfrage. Große Events und Festivals muten oft an wie Bahnhofhallen – ein Schieben und Drängen, ständiges Kommen und Gehen. Der Grund: Die Angst, irgendwo etwas zu verpassen, treibt die Leute von Area zu Area. Oft sind lange Laufwege nötig, um dann festzustellen, dass es im jeweiligen Bereich gerade eher mau zugeht. Also: weiterziehen.
Abhilfe schaffen will Hot or not: ein Tool, das erstmals auf dem Lowlands Festival 2008 in den Niederlanden vorgestellt wurde. Die Besucher konnten sich ein Voting-System auf ihre webfähigen Handys runterladen und per Absetzen einer Stimmabgabe (kostenloses WLAN auf dem Gelände, übrigens) andere Besucher wissen lassen, ob die Area, in der sie sich gerade befinden, eben hot or not ist. Die Votings wurden zusammengerechnet und in Echtzeit auf den Lowland Heatmaps angezeigt, die überall auf dem riesigen Areal platziert waren. Das Stauproblem auf Events wird damit eher nicht gelöst, aber wenigstens geht am Ende des Staus garantiert die Post ab!






