Archiv

  • 5 Thesen zur digitalen Kommunikation

    “Digitale Kommunikation ist ein Verstärker, aber kein Ersatz”, sagt Digitalexperte Alexander Böttcher, einer der fünf Geschäftsführer der Münchener Agentur Avantgarde. Seine “Fünf Thesen zur digitalen Kommunikation” haben wir Ihnen hier einmal zusammengestellt:

    1. Social Media und digitale Kommunikation gehören heute zum alltäglichen Handwerkszeug
    Events ohne Social Media und digitale Kommunikation sind heute nicht mehr denkbar. Das gilt sowohl für die Planung als auch für die Umsetzung von Live-Marketing-Maßnahmen. Zum einen vereinfachen und beschleunigen digitale Tools die Organisation – die gesamte komplexe Workflowplanung mit den Kunden und Partnern lässt sich über digitale Anwendungen optimieren. Zum anderen ergänzen und verstärken die neuen Kommunikations- möglichkeiten das Erlebnis. Es sind vielfältige Formen der Interaktion, über die wir unsere Zielgruppen mit Smartphone, iPad und Facebook & Co. heute involvieren können. Und zwar vor, auf und nach dem Event. Das geht über die klassische Veranstaltung, auf der sich eine Marke dem Verbraucher einmalig präsentiert, weit hinaus. Heute holen wir schon in der pre-communication die Online-Community ins Boot und dehnen in der post-communication das Erlebnis noch weit über die eigentliche Veranstaltung hinaus im Netz aus.

  • The Future of Social Media: Gerd Leonhard blickt nach vorn

    Gerd Leonhard, einer der profiliertesten Medienanalytiker, hat es auf dem Picnic 2009 in Amsterdam noch mal sehr deutlich herausgestellt: Wer heute (morgen) Social Media machen will, muss offen sein. Open Social heißt das Stichwort. Und: Broadcasting wird zu Peercasting. Soziale Netzwerke werden zu TV-Sendern, auf denen sich die Nutzer den Content gegenseitig zusenden und diesen mitproduzieren. Leonhard: “The future of creating is sharing. The option of control does not exist any more. The depth of openness for the consumer and the company´s revenue growth rate will be related!” Social advertising, so seine Prognose, wird bis 2012 rund 30% des digitalen Marketings ausmachen. Den gesamten Vortrag können sie im Video sehen.

    www.picnicnetwork.org

  • Sound of Cologne: Diskussionsabend zum Auftakt der c/o pop 2009

    Auftakt der diesjährigen Ausgabe von c/o pop Festival & Convention ist bereits am kommenden Mittwochabend, den 12. August: Dann nämlich lädt das neue Musiknetzwerk Sound of Cologne zu einem Branchentalk zum Thema Die Zukunft der Musikindustrie in die Kölner Opernterrassen. Die Diskussionsrunde beginnt um 18 Uhr mit einer Anmoderation von Ralf Plaschke, Gesellschafter der PopData GmbH und Mit-Initiator von Sound of Cologne. Anschließend übernimmt Lothar Gorris, Kulturchef beim SPIEGEL, die Gesprächsrunde mit ausgesuchten Vertretern der Musikbranche. Darin trifft Sascha Lazimbat, Managing Director Business & Corporate Development der Warner Music Group und Geschäftsführer des digitalen Musikvertriebs Zebralution, auf Georg Oeller, Vorstandsmitglied der GEMA und Spreeblick-Gründer Johnny Haeusler, einer der Organisatoren des Social Media Konferenz re:publica. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!
    Das Kreativzentrum Sound of Cologne ist vor einigen Monaten ins ehemalige Verwaltungsgebäude des Duftwasserherstellers 4711 eingezogen. Die Kölner Musik- und Veranstaltungswirtschaft hat damit auf drei Etagen eine neue Heimat gefunden, in der 50 Firmen mit über 200 Mitarbeitern auf rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche logieren, darunter die c/o pop-Leitung, das Magazin Intro sowie die PollerWiesen-Macher Hoffmann & Peiki GmbH.

    www.sound-of-cologne.de

  • Musik wird mobil, on demand, flüchtig kreativ: Richie Hawtin auf dem International Music Summit, Ibiza

    Aus gegebenem Anlass hier der spannendste Teil des einstündigen Keynote-Interviews auf dem International Music Summit mit Richie Hawtin. Jeder, der mit Musik, digitalem Vertrieb, neuer Technologie und Communitybildung zu tun hat, kriegt hier einen kompakten Leitfaden an die Hand, for free. Während die Branche noch über digitale Downloads, 360-Grad-Deals und Emotionalisierung von Brands diskutiert, geht der DJ, Künstler, Produzent und Labelmacher schon mal vor und zeichnet ein sehr deutliches Bild, wie er sich die nahe Zukunft der Musikwelt vorstellt: mobil, on demand, mit flüchtiger Kreativität: “I do not know why people wanna control and sell pieces of digital records like there´s something to put on your hard drive. It´s coming, it´s consumed and then it´s gone. And it´s what you do with it when you consume it when you have the moment of creativity what is important. In that becomes the next step of that piece of media… when you make a song, release a track, that´s the parent, and as soon as someone does something to that it becomes the child or the sibling, and then it continues on its own life. You cannot control that any more. Someone´s gotta get payed here and there but stop trying to control everything. We´re holding back creativity – it is not gonna get any easier and not gonna gonna get any slower.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Das gesamte Interview und weitere Panel-Videos vom IMS Ibiza hier.

  • picnic 2008 im Amsterdam: digitale Zukunft live!

    virtualnights war dieses Jahr zum ersten (und sicher nicht zum letzten) Mal auf dem picnic in Amsterdam, einer Mischung aus Barcamp und Konferenz für die digitale Zukunft. Der Claim “Create the future” wurde wahrhaft beherzigt: Von Fablabs über Bridge Blogging-Projekte hin zu digitalen Stadtprojekten wurde verdeutlicht, wie sehr digitale Netzwerke unseren zukünftigen Alltag bestimmen werden – überall.
    Unter dem Claim “The Internet of Things” wurden beispielsweise zwei Geschäftsmodelle vorgestellt, die das Web mit einem physischen Produkt verbinden: Michael Tchao von Nike + stellte vor, wie Nike mit seinem Laufschuh über den iPod als Laufdatenspeicher zur weltgrößten Läufer-Community geworden ist, indem sich die Jogger in reellen (z.B. Freundeskreise) und virtuellen Teams (wer ist sportlicher – Nord- oder Südlondon?) organisieren. Rafi Haladijan von Violet ist Erfinder des längst weltberühmten Internethasen Nabaztag und stellte auf der Konferenz seine nächste Entwicklung vor: den Mirr:or. Das ist ein “Spiegel”, der jeden Gegenstand über sogenannte Ztamps, das sind Etiketten mit der neuen, auf der Veranstaltung omnipräsenten RFID-Technik, mit dem Web verbinden kann – ein Regenschirm, der Wettervorhersagen machen kann, Toaster, die Bilder aus dem Web aufs Brot bräunen… das Web wird zu einer digitalen Haut, einem Layer, der sich über unser Leben legt. Kein Einloggen mehr, sondern Reinschlüpfen. Sehr interessant und im Detail hier nachzulesen.

    Besonders interessant für uns natürlich die Themen Social Communities und Music. Kannten Sie schon den Begriff “frienden”? Damit wird die Tätigkeit des Freundemachens (-produzierens) im Web beschrieben. Auf die mitunter inflationären Ergebnisse des “friendens” – wer sind eigentlich noch meine Freunde, wenn ich Tausende von Leuten “adde”? – ging Matt Jones von Dopplr ein. Hier seine Slideshow.
    In Sachen Musik wurde die Zukunft in 12 bis 18 Monaten geradezu festgenietet: Dann nämlich, da ist Futurist Gerd Leonhard sich sicher, wird die digitale Musikflatrate da sein. Mit jedem Handyvertrag gibt es unlimitierte, DRM-freie Musik dazu. Das persönliche Radio fürs Mobiltelefon. Hier seine Präsentation.
    Last but not least unbedingt angucken: Twones, ein neuer, übersichtlicher Weg, seine Musik online zu organisieren – selbst eine MySpace-Playlist ist möglich und eines der überzeugendsten Webmusic-Angebote seit Last.fm.
    Viele weitere Vorträge, Workshop-Summarys, Videos und Bilder sind auf der picnic-Seite zu sehen und zu lesen – schauen Sie mal rein! Unser Tipp für alle, die mal eine inhaltlich spannende und atmosphärisch entspannte Web-Konferenz erleben wollen: nächstes Jahr picknicken gehen!
    www.picnicnetwork.org

  • virtualnights packt sein picnic-Körbchen

    September ist Messemonat: Neben der OMD in Düsseldorf werden wir erstmalig auch die Creative Industries-Konferenz und Messe Picnic in Amsterdam besuchen. In Panels, Workshops, an den Ständen und in Sonderveranstaltungen werden hier schon zum dritten Mal Entrepreneurs aus der ganzen Welt die Zukunft der Kreativwirtschaft ausloten: PICNIC spotlights cutting-edge products and services at the intersection of media, technology, arts and entertainment, and brings together entrepreneurs, investors, creators as well as scientists, and other industry leaders. Bright minds, all of them!
    Wir sind schon sehr gespannt und werden von der Veranstaltung berichten. Einstweilen hoffen wir, dass es uns bei unserem ersten Mal auf dem Event nicht ergehen wird wie dem jungen Herren im Picnic-Viral…
    www.picnicnetwork.org