Archiv

  • Tony Player und Twones im Club: "Kannst Du mal XY spielen" 2.0

    Kennt jeder DJ: Clubgäste, die unbedingt die Nummer XY hören möchten und diesen Wunsch mehrmals pro Abend an den DJ herantragen. Tun das viele Gäste, wird es schwierig für den Plattendreher. Will er doch das spielen, was die Leute mögen, und trotzdem ein kohärentes Set aufbauen. ist eine erste Idee, dieses Dilemma zu überwinden. Das Tool überträgt via Bluetooth Playlists der Gäste zum DJ, die sie auf dem neuen Onlineportal Twones (haben wir bereits hier vorgestellt) erstellt haben. Die Twones-Playlists sind Metadaten und generieren sich aus diversen Portalen (iTunes, YouTube, Last.fm, MySpace etc.). Hat der Clubbesucher diese Daten auf seinem Handy und sein Bluetooth an, gelangen sie in die Playlist des DJs. Dieser sieht, was der “vernetzte” Gast zuletzt gehört hat. Und wenn er aus dessen Liste einen Track auswählt, dann wird das nicht nur akustisch, sondern im Idealfall auch visuell dargestellt. Zum Beispiel auf einer Leinwand, auf der der entsprechende Clubbesucher mit Usernamen und Profilbild gezeigt wird.

    Tony Player wurde auf dem Amsterdam Dance Event der Öffentlichkeit vorgestellt und könnte (wenn eine kritische Masse erreicht wird) ein ganz großer Spaß für die Clubszene werden. Und hat sogar Flirtpotential: “Was? Den Track hast Du in Deiner Liste? Du bist ja cool.” Und schon kommt ihre Handynummer auf sein Display. Bluetooth ist ja an…

  • Das war der Amsterdam Dance Event 2008

    Die letzte große Musikmesse des Jahres liegt hinter uns, der Amsterdam Dance Event. Wir waren an allen Tagen vor Ort auf dieser Veranstaltung, die sich endgültig zum wichtigsten europäischen, wenn nicht globalen Get-together der elektronischen Musikbranche gemausert hat. Das zeigen alleine die Zahlen: 90.000 Festivalgäste, 2.000 Messebesucher, 700 DJs und Acts, 400 Teilnehmer auf den DJ & Producer Talent-Seminaren, 150 Vertreter unserer Medienzunft, 44 Veranstaltungsorte und ein internationales Publikum, das aus 42 Ländern anreiste. Wow. Wir konnten viele spannende neue Kontakte knüpfen und alte (bzw. bislang nur digital gepflegte) face-to-face auffrischen und spannende Panels besuchen – unter anderem 20 Jahre House Music mit den oben zu sehenden versammelten Legenden.
    Natürlich waren wir auch auf einer Vielzahl guter Partys zu Gast, die Bilder dazu hier.
    Was erwartet uns 2009 in der Dancewelt? So viel sei schon mal verraten: Eine ganze Schar ausländischer Labels wird im kommenden Jahr Clubtouren in Deutschland ausrichten. MN2S, Armada, Toolroom und Flamingo, um nur einige zu nennen. Ganz im Sinne der fortschreitenden Internationalisierung des Clubsounds, für den der ade sinnbildlich steht: Wir freuen uns schon drauf!
    Unseren großen Nachbericht zum Amsterdam Dance Event gibt es hier.

    Foto: Mike Breeuwer

  • DJs oben ohne: neuer Trend?



    Oben ohne auflegen – das macht nicht mehr nur Sven Väth, sondern jetzt auch DJ-Frauen. Vermutlich, um neben der ausgefeilten Mixtechnik noch ein paar weitere Booking-Argumente in die Waagschale zu werfen. DJ Niki Belucci kommt aus Ungarn und gilt als Vordenkerin des Topless-DJing. Weitere Vertreterinnen des Genres: DJ Diva und Titty T.. Ob sich das als Trend durchsetzt? Wir halten die Augen offen – ganz im Dienste der investigativen Nightlifekultur-Forschung. Eins ist aber jetzt schon klar. Ob oben mit oder ohne: Hauptsache, die Musik ist gut.A30-327 exams

  • Popkomm: neue Soundtechnologie Iosono beschallt Tresor Berlin

    Im Rahmen der Popkomm Berlin wird in Dimitri Hegemanns Technotempel Tresor ein völlig neuartiges Akustiksystem vorgestellt: “In der weltweit ersten 3D-Audio-Installation auf Wellenfeld-Basis in der Elektronik-Szene können DJs räumliche Klangfelder und Klangobjekte frei im Raum bewegen und ihren Hörern das Gefühl geben, ganz und mit allen Sinnen in die Musik einzutauchen.” Das Audiosystem Iosono ermöglicht, einen perfekten räumlichen Klangeindruck für jeden Gast zu generieren – egal, wo er sich im Raum befindet. Der herkömmliche „Optimum“-Bereich, in dem sich in der Regel der Dancefloor befindet, fällt weg. Iosono wurde vom Vater der MP3, Karlheinz Brandenburg, mitentwickelt. Das Wellenfeld-System bleibt den ganzen Oktober über im Tresor und kann insofern auch nach der Präsentationsveranstaltung mit Heiko Laux (Kanzleramt Records) am 9. Oktober erlebt werden. Das Tresorprogramm findet sich hier.

    Mehr Infos zur Popkomm hier.

  • Bilder der virtualnights-Party in Köln

    Ein rappelvolles Bootshaus, ausgelassene Stimmung und klasse Sound: Unsere Party in Köln war ein großer Erfolg. Und hat vor allem Spaß gemacht. Das machen wir bald wieder. Danke an das Bootshaus-Team, die DJs, alle, die bei der Vorbereitung und Durchführung mitgewirkt haben und natürlich an alle Gäste!

    Hier sind die Bilder:

    Galerie 1, Galerie 2 und Galerie 3.

  • Video: Richie Hawtin stellt seinen DJ-Setaufbau vor


    Richie Hawtin 2008 DJ Setup from Dean Koch on Vimeo

    Superstar DJ, Minus-Labelchef und Technologie Vordenker Richie Hawtin zeigt in einem faszinierenden Video, wie er sein DJ-Set games for download aufbaut: Er steuert 4 virtuelle Decks gleichzeitig und pickt sich aus den Tracks einzelne Elemente und Effekte heraus. Dabei zeigt er, wie er möglichst schnell das richtige Stück in seinem Ordnersystem findet, die richtige Stelle innerhalb des Tracks auf seinen Kopfhörern synchron zu den laufenden Tracks vorhören kann und parallel laufende Loops unterschiedlicher Länge wieder auflösen kann, ohne dass die Tracks “auseinanderlaufen”. In diesem Zusammenhang erklärt er auch, wie die Minus-Künstler auf den Contakt-Shows in Vier-Personen-Livesets miteinander interagieren und er das Ganze zentral steuert. Ziemlich abgefahren!

  • United Respect: Neues Mega-Event auf Schalke

    Nachdem die Sensation White bereits 2007 nach Düsseldorf abgewandert ist, findet in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen am 17. Januar 2009 eine neue Dance-Veranstaltung mit gigantischen Ausmaßen statt: Die United Respect will mit Musik, der „einzigen universellen Sprache der Welt“, ein Zeichen für Respekt und Toleranz setzen. Auf der United Respect-Webseite werden gesellschaftliche Themen wie Bildung und kultureller Austausch vorgestellt und in der Live Living Community diskutiert. Botschafter dieses Zeichens sind bekannte DJ-Gesichter der Szene: Unter anderem werden Superstars wie Tiësto, Armand van Helden, Felix da Housecat sowie Lexy & K-Paul hier auflegen. Für Juli 2009 ist eine Parallelveranstaltung Gelsenkirchen – Moskau geplant. Mit den Events, die regelmäßig stattfinden werden, wird auch die hauseigene United Respect-Stiftung unterstützt, die Hilfsprojekte für sozial schwache und benachteiligte Kinder und Jugendliche initiieren wird.
    www.unitedrespect.de

  • Coldcut zeigen audiovisuelles DJing: VJamm

    Die legend?ren Massive Attack spielten auf dem gestrigen Konzert des Vodafone Cologne Music Unlimited-Festivals. Wir waren dabei und es war einfach fantastisch! Als Vorband heizten die nicht minder namhaften Coldcut dem K?lner Publikum ein – und das mit ihrer selbstentwickelten, audiovisuellen DJ-Technologie, die unter dem Namen VJamm schon einige Anwender gefunden hat, wie zahlreiche YouTube-Videos zeigen. Wir haben die Technik, bei der kurze Videoclips mit ihrem Originalton in die laufenden Tracks hineingescratcht werden, zum ersten Mal live gesehen und k?nnen sagen: Hier wird eine echte Verbindung zwischen der Musik und den Visuals hergestellt, die mittlerweile in vielen Clubs laufen. F?r DJs, VJs und Clubmacher sehr interessant! Coldcut demonstrieren hier, wie es geht:

  • Strom erzeugen durch Tanzen: Sustainable Dance Club

    Von Nachhaltigkeit und ökologischem Bewusstsein ist viel zu lesen in diesen Tagen. In der der Club- und Disoszene ist das Thema aber noch eine echte Rarität. Und das, obwohl hier sehr viel Energie verbraucht wird. Nicht nur beim Strom, auch beim Tanzen – und daraus lässt sich wiederum Strom machen.

    Der Club Watt in Rotterdam will mit seinem einzigartigen Dancefloor genau das umsetzen. Gemeinsam mit der Technischen Universität Delft wurde der Sustainable Dance Club entwickelt, der aus den Bewegungen der Tänzer elektrische Energie für die Beleuchtung zieht. Je mehr gedanct wird, umso mehr Strom wird produziert! Wir sind gespannt auf den Start des Clubs im September. Und natürlich darauf, welche DJs hier für reichlich Megawatt sorgen werden.