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Tag des Geistigen Eigentums: Wie lässt sich Kreativität sichern?
Gestern war – das wussten wir zuvor ehrlicherweise nicht – der Tag des Geistigen Eigentums. Zur symbolträchtigen Uhrzeit 11 Uhr 55 fand im Berliner verdi-Gebäude eine Pressekonferenz statt. Auf dieser teilten die Vertreter der Medienverbände ihre Besorgnis hinsichtlich illegaler Downloads und forderten von der Bundesregierung mehr rechtlichen Schutz für die Kreativwirtschaft. Ansonsten, so hieß es, werde bald niemand in der Kreativbranche mehr von seinem Schaffen leben können, alle Professionellen schieden aus und es entstünde eine Amateur-Kultur. Gestützt wurde das dunkle Szenario von einer EU-Studie, die den Verlust von 1,2 Mio. Arbeitsplätzen und 240 Mrd. Euro durch Filesharing und Piraterie bis 2015 in Europa prognostiziert. “Wir dürfen einen der Leitmärkte (die Kreativwirtschaft, d. Red.) nicht der allgemeinen digitalen Coolness opfern”, so Dieter Gorny, Ex-Popkomm-Macher und Vorsitzender der deutschen Musikindustrie, mit Hinblick auf die unzähligen Umsonst-Seiten im Web. Die Vertreter der Branchen Buch, Film, Musik und Privat-Rundfunk/TV fordern ein Gesetz ähnlich dem umstrittenen französischen und englischen Hadopi-Prinzip, das nach zweimaliger Verwarnung des illegale Inhalte Tauschenden den Zugang zum Web sperrt. Ebenso sollen “edukative Maßnahmen” für Aufklärung sorgen. Wie diese aussehen sollen, darüber wurde allerdings nicht viel gesagt. Dabei wäre es an der Kreativwirtschaft, neben rechtlichen auch kreative Vorschläge zu machen, wie gesellschaftlich verträgliche Lösungen für einen Umgang mit geistigem Eigentum erreicht werden könnten. Festzuhalten bleibt für unser Unternehmen, das ein Teil dieser Branche ist: Es müssen Ansätze geschaffen werden, die kreatives Schaffen ökonomisch und die (pop)kulturelle Vielfalt sichern und zugleich das große Interesse der Nutzer an digitalen Inhalten, neuer Technologie und neuen Kommunikationsformen nicht beschränken. Wir werden den Fortlauf der Diskussion auf jeden Fall beobachten.
Bitkom: Frauen nutzen Smartphones für Web-Zugang häufiger
Der Bitkom hat eine neue Studie veröffentlicht, die ergeben hat: Frauen liegen bei der Nutzung von Smartphones für den Zugang zum Web leicht vorne. Elf Prozent von ihnen gehen mit den internetfähigen Handys online, gegenüber neun Prozent der Männer. Insgesamt steigt die Nutzung des mobilen Webs stetig: So geht bereits jeder fünfte Nutzer mit mobilen Computern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte mit dem Handy. Erwartungsgemäß große Unterschiede gibt es im Altersvergleich: Jeder Sechste unter 30 Jahren geht mit dem Handy ins Netz, die Über-65-Jährigen nutzen ihr Mobiltelefon fast ausschließlich zum Telefonieren oder für SMS.
virtualnights.com hat für das mobile Internet eine kostenlose iPhone-App entwickelt, mit der ortsbezogene Infos und Bewertungen gelesen und hinzugefügt werden können.
iPad Mixr: die App für digitale DJs
Seit der iPad der Welt vorgestellt wurde, wird in den globalen Tech-Foren über seinen Haupt-Verwendungszweck gemutmaßt. Für Rentner, denen das Smartphone zu unhandlich ist? Für den Flugzeugsitz? Für die modebewusste Frau, die darauf besonders eine besonders gute Visualisierung der letzten Fashion-Trends erhält? Möglicherweise. Und: Auch die Zunft der DJs könnte von den iPads profitieren, liegen die Kosten doch im Bereich eines Plattenspielers und ist die berühr- also justierbare Fläche doch um einiges größer als beim Smartphone. Und es klingelt nicht mitten im Set. Einer der ersten Anbieter für entsprechende Software – eine App natürlich – ist der iPad Mixr. Crossfaden, Equalizing, Tracks draggen & droppen und natürlich eine Vielzahl an Effekten sind mit dem Tool möglich, das in Kürze marktreif sein wird. Das Demovideo gewährt schon mal Einblicke. Die Frage “have you ever wanted to mix music on your (…) iPad?” lässt vermuten, dass es nicht mehr lange dauern kann – denn schließlich ist das Begehren, Musik auf einem Gerät zu mixen, das erst am 3. April in die Läden kommt, schon recht subtil…
Vertrauen im digitalen Zeitalter

Ein spannendes Projekt: Wie ist es eigentlich um das Thema Vertrauen im digitalen Zeitalter bestellt? Das wollte der britische Guardian wissen und befragte dazu 752 Personen. Ein Ergebnis: 56% der Teilnehmer gehen davon aus, dass den meisten Menschen vertraut werden könne, und zwar unabhängig, ob der Kontakt on- oder offline stattfindet. Ein weiteres: Den Empfehlungen von Freunden auf sozialen Netzwerken schenken sie mit 66% fast ebensoviel Vertrauen wie den online verfügbaren Meinungen und Bewertungen von Zeitungs- und Magazinrezensenten.
Und: Die junge Zielgruppe vertraut den Empfehlungen von Freunden auf sozialen Netzwerken deutlich mehr (75%) als ältere Zielgruppen, über 65 Jahren vertrauen nur rund die Hälfte diesen Quellen, was der Guardian auf die seltenere Nutzung von Online-Medien zurückführt. Zentrales Ergebnis aber: Ob man die Person kennt, ist bei dem Vertrauen von Aussagen – on- wie offline – am wichtigsten. 89% vertrauen ihren Freunden, 80% der Familie, aber nur 3% Fremden.Für unser Ausgeh-Portal ist das Weiterempfehlen von Events und Locations sowie das Weitertragen von News über Freunde innerhalb des Netzwerks ein zentraler Mechanismus – und das online wie auf den Veranstaltungen selbst, zu denen sich unsere Nutzer-Freundeskreise verabreden. Nicht umsonst nennen wir uns virtualnights – Events and Friends!
Zeitschriften überholt: Online-Werbemarkt Deutschland steigt auf 4,1 Mrd. Euro

Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist 2009 um zwölf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gewachsen, wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) mitteilt. Mit einem Werbemarktanteil von 16,5 Prozent überholt das Internet erstmals die Publikumszeitschriften und ist jetzt drittstärkstes Werbemedium in Deutschland (hinter TV und Zeitung). 2010 wird ein weiteres Bruttowachstum der Online-Werbung von 14 Prozent prognostiziert. “Online-Werbung konnte trotz anhaltender Wirtschaftskrise ein Bruttowachstum von zwölf Prozent für sich verbuchen. Auch für 2010 sehen wir ein weiteres Wachstum von 14 Prozent, was sich netto im Bereich von fünf bis sechs Prozent bewegen wird”, so Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des OVK (Online-Vermarkterkreis) im BVDW.
Mit 2,17 Milliarden Euro hielt klassische Online-Werbung 2009 den größten Anteil am Online-Werbemarkt in Deutschland, gefolgt von Suchwortmarketing mit 1,62 Milliarden Euro. Im Affiliate-Markting erreichten die Bruttowerbeinvestitionen erstmals mehr als 300 Millionen Euro. Auch Wallpaper waren 2009 mit einer Wachstumsrate von 65 Prozent sehr gefragt. Mudter: “Wir gehen davon aus, dass Bewegtbild-werbung im Internet auch 2010 weiter stark zulegen wird.”Mehr Infos: www.ovk.de
Infos zu Werbemöglichkeiten auf virtualnights.com: werbung.virtualnights.com
MusicDNA vs. Mixtape: Jeder Trend erzeugt einen Gegentrend
Die Digitalisierung kennt keine Möglichkeitsgrenzen. Das stellt MusicDNA unter Beweis, ein neues Datenformat für Musik, bei dem die eigentliche Soundspur nur noch einen Bruchteil der Gesamtinformation ausmacht und in einen tiefen Kontext aus Attributen wie Stimmung, Farbe, Ähnlichkeit, Tempo oder Dichte der Instrumentation eingebettet ist. Das Format ist sogar in der Lage, sich selbst upzudaten und so immer neue Informationen und Relationen herzustellen. Wow. Und auf der anderen Seite zeigt ein wirklich goldiger Kurzfilm, wie die digital natives ein Medium ihrer Vorfahren nutzen, um Aufmerksamkeit zu schaffen: Die Kassette als Schellack-Schätzchen lässt das kleine Mädchen hüpfen. Süß!
The Future of Social Media: Gerd Leonhard blickt nach vorn
Gerd Leonhard, einer der profiliertesten Medienanalytiker, hat es auf dem Picnic 2009 in Amsterdam noch mal sehr deutlich herausgestellt: Wer heute (morgen) Social Media machen will, muss offen sein. Open Social heißt das Stichwort. Und: Broadcasting wird zu Peercasting. Soziale Netzwerke werden zu TV-Sendern, auf denen sich die Nutzer den Content gegenseitig zusenden und diesen mitproduzieren. Leonhard: “The future of creating is sharing. The option of control does not exist any more. The depth of openness for the consumer and the company´s revenue growth rate will be related!” Social advertising, so seine Prognose, wird bis 2012 rund 30% des digitalen Marketings ausmachen. Den gesamten Vortrag können sie im Video sehen.
Online-Musik: 2009 erstmals über 10 Prozent
Die Zehn-Prozent-Hürde ist genommen: Erstmals konnte die Musikindustrie im Jahr 2009 ein Zehntel ihrer Verkäufe durch das Online-Geschäft verbuchen. Neben Downloads zählen dazu auch Lizenzeinnahmen für Musik, die in Spielen oder auf Portalen wie YouTube läuft. Laut Bundesverband Musikindustrie (BVMI) wuchs die Online-Sparte damit um 20 bis 30 Prozent. Die Umsatzrückgänge bei physischen Tonträgern sind damit noch nicht kompensiert, aber, wie wir berichteten, soll dieses im Jahr 2013 der Fall sein.
CeBIT Sounds: 2010 werden Musik, IT, Business und Festival verknüpft

Früher gab es auf der CeBIT vor allem Hardware zu sehen. Doch längst sind die spannendsten Trends der Branche digital, ergo nicht so richtig physisch greifbar, und so muss sich die Messe reformieren. 2009 wurde mit dem Konzept Webciety schon der erste Schritt in diese Richtung gemacht, mit Podiumsdiskussionen, Präsentationen und gemeinsamen Messeauftritten kleiner, innovativer Unternehmen unter einem Dach. 2010 wird dem Thema Musik und IT ein breiter Raum gegeben: Unter dem Titel CeBIT Sounds! werden Musik, Business und Festival unter einem Dach vereint. Information der Messe: “Die Wertschöpfungskette der Musikindustrie ist inzwischen komplett digitalisiert – von der Entstehung über den Vertrieb bis hin zum Konsum. Die CeBIT will dies umfassend und mit Unterstützung zahlreicher namhafter Partner aufgreifen. Hier werden große Plattenfirmen und kleine Labels, Medien und Marken, Musik-Hardware und Software-Produzenten sowie zahlreiche Internet-Unternehmen zusammen finden, um gemeinsam die Zukunft des internationalen Musik-Business mit zu gestalten.” virtualnights wird sich vor Ort davon überzeugen, ob dieses Konzept aufgeht – und natürlich werden wir auch von den Partys berichten!
Mehr Infos: www.cebit.de/sounds
Mobiles Internet 2009 deutlich günstiger geworden
Günstiger und flexibler ist das mobile Internet 2009 geworden: Monatsflatrates für die mobile Internetnutzung im Jahresverlauf um bis zu 24 Prozent im Preis gesunken. Auch Tagesflatrates haben sich um bis zu 20 Prozent vergünstigt. Positiv für die Verbraucher: Unter den günstigen Angeboten gibt es immer mehr Tarife mit einer kurzen Mindestlaufzeit von nur einem Monat. Dies geht aus dem Mobile Monitor des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. „Wir gehen davon aus, dass die Kosten für die mobile Internetnutzung auch 2010 weiter sinken werden. Wie beim stationären Internet wird auch die Mobile Internetflatrate immer mehr zum Standard“, sagt Marc O. Schmöger, Arbeitskreisleiter Mobile Solutions im BVDW.
