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Keine Angst, es sind nur Silent Raver!
In britischen und amerikanischen Großstädten, allen voran natürlich New York und London, finden derzeit immer mal wieder witzige Ableger der Flashmob-Bewegung statt: Hunderte, manchmal Tausende von Leuten, die sich zu ihrer Kopfhörermusik bewegen. Tanzen ohne Massenbeschallung – Silent Raves. Die funktionieren so:
- Verabredung über bekannte Wege (Social Networks, Mailinglisten etc.)
- jeder bringt seine eigene Musik mit (MP3-Player, Kopfhörer)
- Treffen zum vereinbarten Zeitpunkt an vereinbarter Stelle
- zehn Sekunden vor Beginn des Raves startet der Countdown
- und (erst) dann darf zur eigenen Musik abgeravt werdenAllerdings bekommen mittlerweile auch die offiziellen Stellen immer früher Wind von den Silent Raves. Ein Rave in Norwich am 21. Februar wurde von der Polizei kurzerhand aufgelöst….
International Music Summit Ibiza 2009: Keynote mit Richie Hawtin
Der zweite International Music Summit, der in diesem Jahr auf Ibiza stattfindet, verspricht eine große Veranstaltung für das elektronische Musikbusiness zu werden. In dieser Woche wurden die ersten Panel-Teilnehmer bekannt gegeben. Keynote-Gast wird Minimal-Wizard Richie Hawtin sein. IMS-Kurator Ben Turner wird ein einstündiges Gespräch mit dem Künstler, DJ, Produzenten und Labelmacher halten. Richie Hawtin freut sich auf den Summit: “I heard great reports about the first IMS, and as this is a critical time for the industry and the world at large, this intimate gathering feels more important now than ever before. I am excited to share my experiences and vision for the future with the leaders of the genre.”
Außerdem dabei:
Rob da Bank, Artist, Bestival / Sunday Best, BBC Radio 1, UK
Matt Edwards, Artist, Radioslave / Rekids, Germany
Enric Palau, Sonar, Spain
Mark Grotefeld, Pioneer Europe, UK
Sander Kleinenberg, Artist, Holland
James Barton, Cream, UK
Mark Jones, Wall of Sound, UK
Marc Marot, SEG International (Manager – Paul Oakenfold), UK
David Enthoven, IE Music (Manager – Robbie Williams, Sia), UK
Cathy Guetta, F**k Me I’m Famous, Parisund noch viele mehr. Der Termin: 25. bis 27. Mai 2009, Gran Hotel Ibiza.
Unser Bericht aus dem letzten Jahr
www.internationalmusicsummit.com
Time Warp 2009 – 15 Jahre Time Warp! Hier Tickets kaufen!

Es ist nicht nur der Auftakt der Festivalsaison, sondern auch eines der Highlights für die Stars und Sternchen der elektronischen Musikszene: die Time Warp in Mannheim. Satte fünfzehn Lenzen hat das legendäre Abschlussevent des Festivals für Jetztmusik und Medienkunst nun schon auf dem Buckel. Am 4. April 2009 treffen die Stars aus fünfzehn Jahren Time Warp auf die heißesten Nachwuchskünstler in der hiesigen Maimarkthalle Mannheim. Von den Time Warp-Wegbereitern Sven Väth, Richie Hawtin und Laurent Garnier über Carl Cox hin zu den jungen Wilden wie Nick Curly, Barem oder Sis – sie alle wissen ihre ganz eigene und besondere musikalische Geschichte in dieser Nacht zu erzählen. Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter wieder mit einem Andrang von über 15.000 Gleichgesinnten aus aller Welt, für die sie die Time Warp natürlich wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis schüren. Für jeden Floor sind spezielle technische Überraschungen und atemberaubende Bühnenshows konzipiert – denn: das Auge feiert mit! Und natürlich geht auch das Festival für Jetztmusik und Medienkunst im Rahmen der Time Warp in die dritte Runde! Eine ganze Woche voller Highlights in spannenden Locations in ganz Mannheim: Konzerte, Workshops, Cinemixe, Parties, Lesungen und vieles mehr.
Lost and Sound: Schlendern durch Techno-Berlin mit Tobias Rapp
Als Abschluss unserer völlig ungeplanten Blogreihe zum Thema Berlin nun ein Buch, das in ganz wunderbarer Weise den Phänomenen Techno, Feiern, Club- und Musikkultur beim Passieren über die Schulter schaut: Lost and Sound. Den Drink in der Hand, mit wippender Hüfte, schlendert Autor Tobias Rapp durch die neue, für das ungeschulte Auge nicht auffällige Partymeile Berlins vom Alex bis zur Warschauer Straße. Er besucht die Technokathedrale Berghain, den “Zirkus” Bar 25, das schicke Watergate und das Week12End. Unterwegs kommen bei Rapp viele Impulsgeber dieser besondersten aller Clublandschaften zu Worte: Ricardo Villalobos, Christoph Klenzendorf oder Tresor-Ikone Dimitri Hegemann.
Aber auch darum geht es: Um Druffis und Durchis. Um die Rave-Mama, die immer noch feiern geht, während ihre ins Partyalter kommende Tochter sich zu Hause Sorgen macht. Um französische Jungschnösel, die die Clubs leertrinken, spanische Feierfreundeskreise und britische Electroboys, die das Clubprogramm des Wochenendes im Vorfeld auswendig gelernt haben. Sie alle kommen freitags eingeflogen: 10.000 Easyjetset-Raver sind es an einem Wochenende, schätzt Rapp. Umgekehrt muss der Berliner DJ gar nicht mehr für ein paar Euro in der Hauptstadt spielen, sondern fliegt – auch mit dem Billigflieger – für eine gute Gage zum Auflegen in europäische Destinationen. Er ist heuer gefragt: Er kommt aus Berlin. Und zu Hause wiederum, in der Bar 25, spielen alle DJs für pauschal 200 Euro. Auch Kaliber eines Richie Hawtin, die so die Haftung zur Basis der Szene wahren und es genießen, einfach mal der Typ zu sein, der gerade auflegt.
Rapp ist mit phänomenologischer Beobachtungsgabe und echter Leidenschaft unterwegs. Da werden feine Binnendifferenzen zwischen den Berghain-Residents Marcel Dettmann und Ben Klock austariert – und die Beschreibung ihrer Stammlocation ist eine seitenlange Hommage an das wahre Feiern. Man merkt: Da hat ein Raver im Herzen sein Büchlein dabei gehabt, hat hie und da was reingeschrieben und ist dann noch mal eine Runde tanzen gegangen. So liest sich Techno am besten.
Tobias Rapp: Lost and Sound
Berlin, Techno und der Easyjetset
250 Seiten, 8,50 EUR
Suhrkamp Verlag
Cabaret Voltaire: neue Techno-Dada-Location in Berlin
Eine neue Location in Berlin bringt elektronische Musik und Dadaismus zusammen: Das neue Cabaret Voltaire in der Gärtnerstraße, benannt nach der Räumlichkeit, in der 1916 die Kunstform des Dada definiert wurde, ist Ausstellungsraum, Partylocation und Radiostation in einem. Spannend! Die Macher schreiben auf ihrer Webseite: “Dada hat uns inspiriert. Cabaret Voltaire steht für uns als Synonym für eine Plattform, aus der wie von selber Energie entsteht. Nicht der einzelne ist ausschlaggebend, sondern das Zusammentreffen verschiedenener ist es.” Beschreibungen, die auch für das gemeinsame Erleben von Technomusik zutreffen. Die Engführung des dadaistischen Ansatzes mit elektronischer Musik und avanciertem Feiern liegt insofern nur allzu nah. Man darf gespannt sein, wie sich die Location entwickeln wird. Das aktuelle Programm und alle Infos hier:
Nachtrag 23. Februar: Bei der Eröffnungsveranstaltung der Location kam es zu einer regelrechten Saalschlacht, berichtet Sonett 77. Das ist stilecht!
Party like it´s 1989: Dr. Motte und weitere Loveparade Berlin-Pioniere blicken zurück
Vor 20 Jahren, am 1. Juli 1989, zog die erste Loveparade durch West-Berlin. Während es mit der Parade in Bochum einstweilig vorbei ist, legen in Berlin die Pioniere der Techno-Szene unter der Schirmherrschaft von Dr. Motte eine ganze Nacht lang im Haus der Kulturen der Welt auf: Party like it´s 1989. Dr. Motte zu den Anfängen der Parade: „1989. Wir verlieren die gewohnte Orientierung und gewinnen neue Dimensionen. Berichte aus London lassen uns eine Gemeinschaft werden mit der weltweiten Tanzgemeinde der neuen Musikrevolution. Davon inspiriert laufen wir über den Ku’damm und sind die erste Loveparade. Friede Freude Eierkuchen. Musik ist unsere Sprache. Tanzen unsere Kultur. Unsere Vision: Freiheit.“
In den folgenden Jahren wird die Loveparade zu einem kulturellen Großereignis und Techno zu einer neuen Jugendbewegung, deren Strahlkraft mittlerweile die letzten verborgenen Winkel der Welt erreicht hat. Party like it´s 1989 bringt die Pioniere der Berliner Techno-Szene wieder zusammen: Mijk van Dijk, der als einer der ersten Techno aus Berlin produzierte. Tanith!, der schon 1990 galt er als der erste Tekkno-DJ galt. Hardy Hard, der als Hardsequenzer in der Großrave-Welt zum Star wurde und immer noch auf dem Label „Electric Kingdom“ veröffentlicht. Außerdem dabei: Jonzon, Rok und Ronny Pries. Es verspricht, ein interessanter Abend mit Diskussionen, Anekdoten und natürlich jeder Menge elektronischer Musik zu werden! Eintritt: frei.
Wer ist der Beste am DJ-Controller? Vestax lädt zum Digital-DJ-Battle 2009
Seit Anbeginn der DJ-Kultur gibt es Battles und Contests, bei denen die besten Turntablisten ermittelt werden. Die Plattenspieler werden in den Clubs aber immer häufiger durch DJ-Controller ergänzt oder gar ersetzt; die Einbindung des Laptops in das DJ-Setup ist mittlerweile ein Standard geworden. Durch die Nutzung von Software und Controller ergeben sich eine Menge neuer Möglichkeiten, die Musik zu beeinflussen, zu mixen und dem Publikum zu präsentieren. Wir haben im Blog bereits vorgestellt, wie etwa Richie Hawtin mit dem Laptop im Club arbeitet.
Darum gibt es jetzt auch einen Talentwettbewerb für Nutzer der neuen Technologie: Der Technik-Hersteller Vestax gibt jetzt mit seinem Controller Battle 2009 allen DJs, die mit entsprechenden MIDI-Controller-Geräten arbeiten, die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Aktuell läuft die Vorrunde (bis 15. März), an der alle Controller-DJs per Video teilnehmen können. Nach dem Vorentscheid werden die besten vier Controller DJs aus Deutschland und Österreich am 3. April im Frankfurter Tanzhaus West gegeneinander antreten. Eine dreiköpfige Jury wird dann den Sieger küren.
Details zum Controller Battle und Anmeldung hier:






